Mauern in der Yorck59 (Berlin)
von - 26.12.2004 20:52
In der Nacht vom 23. auf den 24.12
wurden in dem Hausprojekt Yorckstr. 59 die Eingänge von der Veranstaltungs- und
der Büroetage, wo u.a. die ARI (Antirassistische Initiative) Räume nutzt,
zugemauert. Vom Treppenhaus des Seitenflügels wurden die Fluchttüren
aufgebrochen und durch jeweils zwei Mauern der Zugang zu beiden Etagen unmöglich
gemacht.
Vor einem Jahr hat Marc Walter den Gebäudekomplex erworben und hat dafür die GBr Yorckstr. 59 gegründet. Seitdem versucht er mit der aktiven Unterstützung des Hausverwalters Boris Gregor Marweld die BewohnerInnen des Hauses zu vertreiben. Die Errichtung der Mauern stellt eine Fortführung der Zermürbungstaktik von Seiten des Vermieters dar, der die Anerkennung der bestehenden Mietverhältnisse mit den BewohnerInnen verweigert, seitdem der Mietvertrag mit dem Hausverein Färbung e.V. Ende September abgelaufen ist.
Die Mauern bedeuten eine enorme Einschränkung im Alltag des Projekts. Die Veranstaltungsetage wird seit vielen Jahren von nicht-kommerziellen Sport- und Theatergruppen und für Partys, Ausstellungen und politische Veranstaltungen genutzt, wie auch neulich für die subversive Kunst-und-Kultur-Woche. Die Büroetage wird von unterschiedlichen Initiativen und den BewohnerInnen genutzt, die dadurch an der weiteren Ausübung ihrer Tätigkeiten gehindert sind.
Die BewohnerInnen lassen sich aber von dieser „harten Maßnahme“ nicht einschüchtern und auch nicht vertreiben.
Weitere Informationen unter www.yorck59.net, ARI:
http://www.berlinet.de/ari/
Homepage:: http://www.yorck59.net ¦
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