Berliner Morgenpost
Ressort Bezirke aus der Morgenpost vom Montag, 21 März 2005

Yorckstraße 59: Bewohner wollen Haus nicht freiwillig räumen

Kreuzberg

Der Streit um das linksalternative Wohnprojekt "Yorck 59" droht zu eskalieren. Vor einem für heute mit Innensenator Ehrhart Körting (SPD) vereinbarten Treffen kündigte die Bewohner-Initiative an, das Haus an der Yorckstraße 59 nicht freiwillig und kampflos verlassen zu wollen. Sollte der Senat auf einer Räumung des Gebäudes bestehen, drohe "eine schwerwiegende soziale Auseinandersetzung im Vorfeld des 1. Mai", heißt es in einer gestern veröffentlichten Erklärung.

Wie berichtet, waren in der Vorwoche alle Versuche des Senats und des Bezirks gescheitert, den privaten Hausbesitzer zu einer weiteren Duldung des Projekts zu bewegen. Innensenator Körting hatte daraufhin erklärt, daß die Bewohner zwei bis fünf Wochen Zeit für einen friedlichen Auszug hätten.